Wenn das Fernweh kommt

Artikel aus SZ


 


Mit dem Traumschiff um die Welt – für Mandy wurde dies wahr
Kreis. Die Friseurin Mandy hat kein Sitzefleisch. Sie sucht nicht nur beruflich ständig das Neue, Außergewöhnliche, die Herausforderung – und die überall auf der Welt. Sprühend vor Elan und mit einem „Sack“ voller Optimismus kann sie Mitte April wieder in ihr Geschäft in Schleife zurück, nachdem sie vom 19.Dezember bis 14.April als Beautysalon-Managerin auf der „Astor“ um die Welt fuhr. Mitgebracht hat sie nicht nur neue Ideen sondern jede Menge Geschichten.

Der Alltag in der Lausitz brachte Mandy aber sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück: Ihre Kunden wollten weniger Erlebnissen lauschen als vielmehr ihr eigenes Herz ausschütten. „Hier wird zu viel gejammert“, so die junge Weltreisende. „Worüber sich die Leute aufregen ist meist lächerlich“, meint sie. Denn unterwegs sah sie viel bittere Armut aber mehr Zufriedenheit als in Deutschland.

Mandy ist ein unruhiger Geist. Die 29 Jährige betreibt inzwischen zwei Salons und bietet auch mobile Dienste an. Oft zeigt sie ihren Kunden Reisevideos und jede Menge Dekorationsartikel von ihrer Reise zieren die Salons.

Begeistert berichtet sie von Tempel-Anlagen in Birma und standen mit offenen Mündern da.“): von freilebenden Kängurus und der Südsee. Dabei war ihre Traumreise keinesfalls stressfrei. Im Vorfeld z.B. war es das Wichtigste, die Dinge so zu organisieren, dass ihr Unternehmen in der Heimat weiterläuft. Ohne den Einsatz der Eltern wäre dies nicht gelungen. Außerdem belegte sie noch schnell einen Crash-Kurs in Englisch, für den sie täglich drei Stunden paukte und es galt die Sachen zu packen. Die Auswahl fiel nicht leicht: Für vier Monate auf See durfte sie nur 40 Kilo Gepäck mitnehmen. Dann aber war es soweit: Abfahrt nach Nizza. Eine sieben-Quadratmeter-Kabine war für vier Monate Mandys Zuhause. Drei- bis viermal gab es hohe Seegang. „Das war gut für dir Figur“, bemerkt sie schmunzelnd. Nie habe sie aber ein Gefühl von Angst oder Heimweh gehabt. „Für so eine Reise muss man geboren sein“, ist sie sich sicher. Denn an Bord gibt es kein Privatleben; man gehört zum Servicepersonal. Es galt mehr als nur Locken zu drehen und wenn der Kapitän ein Gala-Dinner gab, war im Beauty-Salon richtig Stress für das Team. < Kennengelernt hat Mandy aber auch berühmte Persönlichkeiten wie Harald Schmidt, Hardy Krüger oder „Mutter Beimer“. Einmal durfte sie gar als Komparse bei Dreharbeiten bei ARD zu „Comedy Schiff“ dabei sein. „Dass alles sind unvergesslicher Erlebnisse“. Schon jetzt weiß Mandy, dass es sie irgendwann wieder hinauszieht.

Bleibt sie dennoch der Lausitz treu? „Aber klar, wenn auch mit kleinen Unterbrechungen.“   Carola Krickel
 


Bild Unterschrift: Die Kanaren, Karibik, Südsee, Atlantik, Pazifik, Neuseeland, Tasmanien, Australien, Thailand, Indien und Ägypten waren für vier Monate die Arbeitsorte von Mandy Sprejz. Wieder zurück in der Lausitz sieht sie das Leben mit anderen Augen.
 

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